Ungarn und die Ukraine haben sich nach drei Wochen Verhandlungen auf bessere Rechte für die ungarische Minderheit in der Ukraine geeinigt.
In der Westukraine, nahe der Grenze zu Ungarn, leben seit vielen Generationen über 100.000 Menschen mit ungarischen Wurzeln. Sie sprechen Ungarisch, gehen zur Schule und pflegen ihre Kultur – aber lange war unklar, welche Rechte sie in der Ukraine wirklich haben. Genau darüber haben jetzt Ungarn und die Ukraine drei Wochen lang verhandelt.
Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar hat das Thema ganz oben auf die Liste gesetzt. Er hat klargemacht: Erst wenn die Minderheit besser geschützt ist, kann Ungarn den Start von EU-Beitrittsgesprächen mit der Ukraine mittragen. Jetzt haben sich beide Seiten auf ein Paket geeinigt, das Bildung, Sprache, Kultur und politische Mitsprache der Minderheit stärken soll. Die Ukraine will die Änderungen bald in Gesetze schreiben.
Was bedeutet das für dich? Wenn du in einer Grenzregion lebst oder familiäre Wurzeln in einem Nachbarland hast, weißt du, wie wichtig es ist, in der eigenen Sprache lernen und wählen zu können. Die Einigung zeigt, dass sich Politik in der EU Schritt für Schritt um solche Rechte kümmert – auch wenn es manchmal dauert.
