Immer mehr ältere Menschen in der Schweiz werden von Betreuerinnen aus dem Ausland versorgt – ein System, das günstig ist, aber auch Probleme bringt.
Stell dir vor, deine Oma braucht rund um die Uhr Hilfe. Viele Familien in der Schweiz engagieren dann eine Frau, die für ein paar Wochen oder Monate bei ihr einzieht. Diese Betreuerinnen heißen „Live-ins“. Sie kommen oft aus Osteuropa und sind zwischen 50 und 70 Jahre alt. Meist haben sie keine richtige Pflegeausbildung.
Das Problem: Die Frauen verdienen wenig, arbeiten sehr viel und sind weit weg von ihrer eigenen Familie. Gleichzeitig braucht die Schweiz dringend solche Kräfte, weil es zu wenig Pflegepersonal gibt. Fast jede fünfte Pflegekraft hat übrigens einen ausländischen Abschluss.
Eine Expertin, Professorin van Holten, findet das System schwierig. Sie sagt: Weil die Frauen nur kurz bleiben, zählen sie nicht als Einwohnerinnen. So können Firmen sie leichter anstellen, ohne sich an alle Regeln zu halten.
