Im Grundwasser eines österreichischen Dorfes wurden schädliche Chemikalien gefunden, die aus einer nahegelegenen Raffinerie stammen.
In Mannswörth, einem Ortsteil in Niederösterreich, haben Untersuchungen ergeben, dass im Grundwasser sogenannte Ewigkeitschemikalien stecken. Diese Stoffe heißen PFAS und sind besonders hartnäckig: Sie bauen sich in der Natur kaum ab und können über sehr lange Zeit im Wasser bleiben. Deshalb nennt man sie „Ewigkeitschemikalien“. Betroffene Bewohnerinnen und Bewohner dürfen ihr Brunnenwasser nicht mehr trinken und es auch nicht zum Gießen von Gemüse verwenden. Das öffentliche Leitungswasser ist aber laut Behörden sauber.
Die Chemikalien sind vermutlich über Löschschaum in den Boden gelangt, der jahrzehntelang bei Feuerwehr-Übungen auf dem Gelände des Energiekonzerns OMV in Schwechat verwendet wurde. Eine bestimmte Sorte namens PFOA ist in der EU zwar bereits verboten, der Stoff gelangt aber weiterhin aus alten Rückständen ins Grundwasser. Eine andere Sorte namens PFBA wurde ebenfalls gefunden; sie gilt als etwas weniger bedenklich, weil der Körper sie schneller wieder ausscheidet.
