In Pöggstall im Waldviertel läuft nachts zwischen 22 und 4 Uhr kein Wasser mehr aus der Leitung, weil viel zu viel davon verbraucht wird.

Was ist passiert? Die kleine Marktgemeinde Pöggstall im Bezirk Melk in Niederösterreich hat ein echtes Problem: Es ist seit Wochen extrem trocken und sehr heiß, und die Menschen dort verbrauchen gerade viel mehr Wasser als sonst. Trotz vieler Aufrufe, Wasser zu sparen, ist der Verbrauch sogar noch gestiegen. Deshalb hat Bürgermeister Helmut Hahn jetzt angeordnet, dass das Wasser jede Nacht zwischen 22 und 4 Uhr komplett abgedreht wird. In dieser Zeit soll auch niemand Waschmaschinen, Geschirrspüler oder andere Geräte laufen lassen, die Wasser brauchen.

Wer hilft? Die Gemeinde selbst versucht, die Menschen zu erreichen – über die eigene Website, über Zeitungen wie die "Niederösterreichische Nachrichten" und über Radio und Fernsehen. Bürgermeister Hahn erklärt immer wieder, warum Sparen so wichtig ist: Wenn die großen Wasserbehälter über Nacht nicht volllaufen, fehlt am Morgen das Wasser für alle gleichzeitig. Auch andere Orte im südlichen Waldviertel rufen ihre Bürgerinnen und Bürger dazu auf, kein Trinkwasser für Garten, Auto oder Pool zu verschwenden.