Im Westen von Wien hatten rund 140 Haushalte mehrere Tage lang kein warmes Wasser – jetzt ist alles wieder in Ordnung.

Die Flötzersteig-Leitung ist eine große Fernwärme-Röhre, die seit den 1960er-Jahren Wohnungen im Westen Wiens mit warmem Wasser und Heizung versorgt. Sie kommt von einer Müllverbrennungsanlage, also einem Werk, in dem Abfall verbrannt und die dabei entstehende Wärme genutzt wird. Einmal im Jahr wird die Anlage gründlich durchgeschaut – in dieser Zeit wurden auf mehreren Kilometern Teile der Leitung erneuert. Deshalb mussten die Haushalte in der Umgebung ein paar Tage ohne Warmwasser auskommen.

Damit die Leute in dieser Zeit trotzdem duschen konnten, haben die Wiener Netze und die Stadt Wien einiges organisiert: Es gab Ersatzduschen in Sportvereinen und in speziellen Duschcontainern. Insgesamt haben rund 300 Personen dieses Angebot genutzt. Für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen gab es einen Fahrdienst zu barrierefreien Duschen. Außerdem konnten betroffene Haushalte Wertkarten für die Wiener Bäder bekommen – die gelten noch bis zum 30. Juni.