Die SPÖ fordert FPÖ-Chef Herbert Kickl auf, sich zu entschuldigen, weil er in einer Rede Gewalt in der Erziehung verharmlost haben soll.

Was ist passiert? FPÖ-Chef Herbert Kickl hat am 1. Mai bei einer Rede am Urfahraner Jahrmarkt in Linz von früheren Zeiten erzählt, in denen Lehrkräfte an Schulen noch strenger waren. Er hat dabei mit einer Handbewegung eine Ohrfeige angedeutet und gesagt, das habe "niemandem geschadet". Viele Menschen, vor allem die SPÖ, finden diese Aussagen falsch. Sie sagen: Gewalt in der Erziehung – also Schlagen oder Ohrfeigen – ist nie in Ordnung und kann Kindern langfristig schaden. Die SPÖ hat deshalb eine Petition gestartet und fordert eine Entschuldigung von Kickl bei Familien und Kindern.

Wer hilft? Verschiedene Organisationen setzen sich für Kinderrechte und gewaltfreie Erziehung ein. Die Kinderfreunde, die Roten Falken und Kinderschutzzentren bieten Beratung für Familien an, die Unterstützung brauchen. Fachleute wie Thomas Graf von einem Kinderschutzzentrum erklären, dass Gewalt in der Kindheit zu Angst, Depressionen oder Problemen im Erwachsenenalter führen kann. Du kannst dich an diese Stellen wenden, wenn du oder jemand, den du kennst, Hilfe braucht. Auch die SPÖ will mit einem "Schulterschluss" – also einem Bündnis – mit der Zivilgesellschaft ein Zeichen setzen.