Die Wiener Festwochen wollten mit dem US-Milliardär Peter Thiel über Politik und Religion diskutieren, doch dann sagten viele Künstler ab – jetzt findet das Gespräch doch nicht statt.
Stell dir vor, dein Lieblingsfestival lädt jemanden ein, den viele richtig daneben finden. Genau das ist bei den Wiener Festwochen passiert. Sie wollten am 7. Juni mit Peter Thiel diskutieren, einem deutsch-amerikanischen Milliardär, der für seine rechten Ansichten und seine Nähe zu Donald Trump bekannt ist. Der Abend sollte „Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik“ heißen.
Doch dann zogen mehrere Künstler und Künstlerinnen ihre Teilnahme am Festival zurück, weil sie nicht mit Thiel auf einer Bühne stehen wollten. Der Festivalleiter Milo Rau sagte, die vielen Absagen hätten das ganze Festival gefährdet. Deshalb entschied er schweren Herzens, die Diskussion abzusagen – obwohl er sie selbst für wichtig hielt.
