Beim österreichischen Sender ORF werden gerade wichtige Führungspositionen neu besetzt, und es gibt Kritik an der Wahl.

Beim ORF – das ist der große öffentlich-rechtliche Fernsehsender in Österreich – gibt es gerade viele Veränderungen. Nachdem Clemens Pig zum neuen Generaldirektor gewählt wurde, müssen jetzt noch 13 weitere wichtige Posten besetzt werden, zum Beispiel Chefs für die Landesstudios und für Bereiche wie Programm, Finanzen oder Technologie. Die Bewerbungsfrist endet am 14. August.

Es gibt aber auch Kritik: Medienminister Andreas Babler sagte, die Wahl sei eine „Farce" gewesen, also so etwas wie ein schlechtes Theaterstück. Ein Bewerber, der nicht gewählt wurde, meinte, dass Leute von außen kaum eine Chance haben, weil Insidernetzwerke – das sind einflussreiche Personen, die sich gegenseitig helfen – bevorzugt werden. Deshalb wurde eine Beschwerde angekündigt, die aber von mindestens 120 ORF-Beitragszahlerinnen und -zahlern unterstützt werden muss, damit sie überhaupt eingereicht werden kann.