Bei der Medienbehörde KommAustria sind erste Beschwerden gegen die Wahl von Clemens Pig zum neuen ORF-Generaldirektor eingegangen.
Im ORF steht ein Chefwechsel bevor: Clemens Pig, bisher Chef der Nachrichtenagentur APA, wurde am 12. Juni vom Stiftungsrat zum neuen Generaldirektor gewählt. Er bekam 21 von 35 Stimmen, acht andere Bewerberinnen und Bewerber gingen leer aus. Sein Amt beginnt am 1. Jänner, also erst in einigen Monaten.
Weil manche mit der Wahl nicht zufrieden sind, haben jetzt erste Personen Beschwerde bei der KommAustria eingereicht. Wie viele es genau sind und wer sie eingebracht hat, weiß man noch nicht. Fest steht: Wer selbst Bewerber war und nicht gewählt wurde, darf sich beschweren. Auch die FPÖ im Stiftungsrat hat über ihren Vertreter Peter Westenthaler schon im Vorfeld angekündigt, die Wahl anfechten zu wollen.
Die Frist für eine Beschwerde läuft bis zum 24. Juli. Die Medienbehörde hat dann sechs Monate Zeit, um darüber zu entscheiden. Geht eine Beschwerde weiter, kann man sie auch vor dem Bundesverwaltungsgericht bringen. Neben einzelnen Bewerbern können auch die Bundesländer, der ORF-Publikumsrat oder ein Drittel der Stiftungsratsmitglieder prüfen lassen, ob bei der Wahl alles nach Gesetz gelaufen ist.
