Die CDU in Berlin hat einen neuen Spitzenkandidaten für die Wahl am 20. September: Finanzsenator Stefan Evers.

Du hast bestimmt schon mal von Wahlen in Berlin gehört. Am 20. September wird das Abgeordnetenhaus neu gewählt – das ist das Parlament der Stadt. Die CDU, eine große Partei in Deutschland, brauchte plötzlich einen neuen Spitzenkandidaten, weil der bisherige, Kai Wegner, am Freitag zurückgetreten ist. Grund waren Vorwürfe, er habe sich während eines großen Stromausfalls in Berlin widersprüchlich geäußert.

Jetzt soll Stefan Evers übernehmen. Er ist Finanzsenator, also kümmert er sich um das Geld der Stadt. Er gilt als enger Vertrauter von Wegner und ist bisher nicht so bekannt in Berlin. Am Montag will der Vorstand der CDU das offiziell bestätigen. Die Zustimmung gilt als sehr wahrscheinlich.

Die Ausgangslage ist allerdings schwierig: In Umfragen liegt die CDU nur bei 17 Prozent – hinter der Linken, den Grünen und der AfD. Andere Parteien kritisieren Evers scharf. Die Linke sagt, die CDU arbeite gegen die Interessen der Stadt. Die Grünen werfen ihr vor, sie wolle einen Neustart nur vortäuschen. Die AfD nennt Evers das „letzte Aufgebot“ der CDU.