In Berlin wird im September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt – und zwischen den Parteien gibt es gerade mächtig Streit um den amtierenden Bürgermeister Kai Wegner.

Kai Wegner ist der regierende Bürgermeister von Berlin und tritt für die CDU bei der Wahl am 20. September an. Vor allem die SPD will nach der Wahl aber nicht mehr mit ihm zusammen regieren. Ihr Spitzenkandidat Steffen Krach hat klargestellt: Mit Wegner an der Spitze der CDU ist für die SPD kein Bündnis möglich – mit einer CDU ohne Wegner dagegen schon.

Der Streit dreht sich um einen großen Stromausfall Anfang Januar. Damals fiel in Teilen Berlins tagelang der Strom aus. Wegner sagte später, er habe schon morgens um 8:08 Uhr mit den Krisenstäben und dem Stromnetz telefoniert. Die Senatskanzlei und Zeitungen wie der 'Tagesspiegel' und die 'B.Z.' berichteten aber, am Morgen sei nur per Kurznachricht kommuniziert worden; ein erstes offizielles Telefonat habe es erst um 12:45 Uhr mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) gegeben. Wegner bedauerte inzwischen, dass durch seine Aussagen „ein Eindruck entstanden ist, den ich bis heute sehr bedauere“.