Wegen eines großen Stromausfalls im Januar 2026 steht der Berliner Bürgermeister Kai Wegner unter Druck, weil er offenbar falsche Angaben darüber gemacht hat, was er am Tag der Krise wirklich getan hat.

Was ist passiert? Am 3. Januar 2026 fiel in mehreren Stadtteilen im Südwesten von Berlin für mehrere Tage der Strom aus. Grund war ein Brandanschlag auf eine wichtige Kabelbrücke. Rund 45.000 Haushalte waren betroffen, etwa 100.000 Menschen mussten bei Minusgraden ohne Heizung und Licht auskommen. Der damalige Bürgermeister Kai Wegner sagte danach, er habe den ganzen Tag zu Hause telefoniert und die Lage koordiniert. Recherchen der Zeitung «Tagesspiegel» und eine Gerichtsentscheidung zeigen jetzt: Das stimmt so nicht. Am Vormittag hat Wegner demnach keine dienstlichen Anrufe geführt, und mittags spielte er ungefähr eine Stunde Tennis mit seiner Partnerin.