Die Junge Union in Berlin will, dass Kai Wegner nicht mehr als Spitzenkandidat bei der Wahl im September antritt.

Was ist passiert? Anfang Januar gab es in Berlin einen großen Stromausfall. Viele Menschen hatten tagelang kein Licht und keine Heizung. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner hat später gesagt, dass er gleich morgens wichtige Telefonate geführt hat. Jetzt zeigt sich: Das stimmt wohl nicht so. Er hat am Vormittag vor allem Kurznachrichten geschrieben – das erste richtige Telefonat gab es erst um 12:45 Uhr. Deswegen sagen viele: Wegner hat die Bürgerinnen und Bürger nicht ehrlich informiert.

Wer hilft jetzt weiter? Die Junge Union Berlin, das ist die Jugendorganisation der CDU. Ihr Chef Harald Burkart hat gesagt: Wegner soll zurücktreten und jemand anderes soll Spitzenkandidat werden. Burkart meint, nur so könne die CDU bei der Wahl im September noch eine Chance haben. Es gehe um „Glaubwürdigkeit an der Spitze". Auch aus der SPD, dem Koalitionspartner, kommt Kritik.