Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, tritt nicht mehr als Spitzenkandidat seiner Partei bei der Wahl im September an.
Was ist passiert? Kai Wegner ist der Regierungschef von Berlin, also so etwas wie der Ministerpräsident des Bundeslandes. Er gehört zur CDU, einer großen Partei in Deutschland. Am 10. Juli hat er auf einer Pressekonferenz gesagt, dass er bei der Wahl am 20. September nicht mehr als Spitzenkandidat seiner Partei antreten will. Der Grund: Im Januar gab es einen großen Stromausfall in Berlin, weil jemand das Stromnetz angezündet hat. Rund 100.000 Menschen hatten tagelang keinen Strom. Wegner hat danach nicht ehrlich gesagt, was er an diesem Tag gemacht hat. Erst hieß es, er habe schon morgens um 8 Uhr telefoniert und die Lage in den Griff bekommen. Später kam heraus, dass er mittags eine Stunde lang Tennis gespielt hat und erst nach 12 Uhr offiziell telefonierte. Viele fanden das nicht in Ordnung und warfen ihm vor, nicht die Wahrheit gesagt zu haben.
