Ein junges Unternehmen aus München hat mit seiner Idee, Mikrochips mit Hilfe von Diamanten zu untersuchen, große Geldgeber überzeugt – darunter die EU.
Stell dir vor, ein kleiner Fehler in einem Chip fällt erst auf, wenn das Bauteil schon in einem Handy oder Laptop steckt. Genau das passiert in der Chip-Produktion öfter, als man denkt. Das Münchner Start-up Quantum Diamonds hat eine Methode entwickelt, mit der solche versteckten Fehler sichtbar werden. Dafür nutzen die Forschenden künstliche Diamanten, in die absichtlich winzige atomare Störstellen eingebaut werden. Diese Störstellen wirken wie超empfindliche Sensoren, die Ströme tief im Inneren eines Chips messen können, ohne ihn zu zerstören.
Das Verfahren ist schnell: Innerhalb von Sekunden findet die Technologie heraus, wo genau im Chip ein Defekt sitzt und wie tief er liegt. In der Halbleiterindustrie zählt jeder Prozentpunkt, denn die Ausbeute – also der Anteil funktionierender Chips – entscheidet darüber, ob eine Fabrik Geld verdient oder verliert. Schon ein einziger Prozentpunkt mehr bei einem gefragten Chip kann laut dem Unternehmen mehrere Millionen Euro pro Woche sparen.
