Ein junges Unternehmen aus München hat 411 Millionen Euro von Investoren bekommen, um einen Fusionsreaktor zu bauen – eine Technologie, die Energie wie die Sonne erzeugen soll.
Fusionsenergie bedeutet: Man verschmilzt winzige Atomkerne miteinander. Genau das passiert auch in der Sonne. Wenn das auf der Erde gelingt, bekommen wir fast unendlich viel saubere Energie – ohne CO2-Ausstoß und ohne den gefährlichen Atom-Müll, den herkömmliche Kraftwerke hinterlassen. Klingt ein bisschen wie Science-Fiction, oder? Genau daran arbeiten Forscher und Firmen weltweit.
Das Münchner Start-up Proxima Fusion hat jetzt in nur einer Finanzierungsrunde 411 Millionen Euro eingesammelt. Damit ist die Firma nach eigener Aussage über zwei Milliarden Euro wert. Mitgründer und Chef Francesco Sciortino sagt: „Die internationale Investorengemeinschaft hat ein starkes Signal gesendet: Sie vertraut nicht nur auf die wissenschaftliche Exzellenz Europas, sondern auch auf unsere Fähigkeit, daraus weltweit wettbewerbsfähige Industrieunternehmen aufzubauen." Das heißt: Auch große Geldgeber wie der Energiekonzern RWE und Google glauben an das Projekt.
