In Utah hat ein Start-up einen winzigen Reaktor in Betrieb genommen und damit einen KI-Beschleuniger von Nvidia mit Strom versorgt.

Ein kleines US-Unternehmen namens Valar Atomics hat etwas geschafft, worauf viele gewartet haben: Sein mini-AKW „Ward 250“ hat Ende Juni zum ersten Mal Strom erzeugt. Der Reaktor ist ungefähr so groß wie ein Schiffscontainer. Er wurde in Kalifornien gebaut, in acht Teile zerlegt und mit Militärflugzeugen in den Bundesstaat Utah geflogen. Dort wurde er zusammengebaut und in eine dicke Betonhülle gepackt, damit er sicher ist.

Das Besondere: Im Inneren wird Uran in kleinen Kügelchen gespalten, dem sogenannten TRISO-Brennstoff. Der Reaktor wird mit Helium-Gas gekühlt und arbeitet bei sehr hohen 750 Grad Celsius. Aus Hitze wird über eine Turbine Strom. Aktuell liefert er rund 40 bis 50 Kilowatt, etwa so viel wie ein Hausanschluss.

Dieser Strom ging direkt an einen KI-Beschleuniger von Nvidia. Solche Chips brauchen immerzu viel Strom, bei Regen oder Sonnenschein. Wenn ein Reaktor direkt daneben steht, spart man sich lange Stromleitungen. Später sollen Reaktor und Chips zusammen sogar 30 Megawatt erreichen, genug für ein mittelgroßes Rechenzentrum.