Forschende der ETH Zürich und des Paul Scherrer Instituts (PSI) haben untersucht, ob sich neue Kernkraftwerke in der Schweiz lohnen – und unter welchen Bedingungen.
Sie haben vier Zukunftsmodelle für das Stromsystem der Schweiz bis 2050 durchgerechnet. Das Ergebnis: Heute sind neue AKW viel zu teuer. Damit ein neues Werk rechnerisch aufgeht, müssten die Baukosten auf etwa 8 000 Franken pro Kilowatt sinken – aktuell liegen sie bei rund 12 000 Franken. Selbst wenn der Staat mithilft und Risiken abfedert, rechnen sich neue AKW in drei von vier Modellen nicht.
Die gute Nachricht: Das Netzto-Null-Ziel 2050 – also praktisch keine Treibhausgase mehr ausstossen – ist laut den Forschenden auch ohne neue AKW erreichbar. Wasserkraft und Solarenergie sollen das Rückgrat bilden, dazu braucht es Stromhandel mit den Nachbarländern. Forscher André Bardow bringt es kurz auf den Punkt: «Es geht auch ohne» neue Kernkraftwerke.
