Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt: Beim grossen KI-Boom unterschätzen viele Anlegerinnen und Anleger die Risiken.
Was ist passiert? Die BIZ, die Bank der Zentralbanken mit Sitz in Basel, hat ihren Jahresbericht veröffentlicht. Darin sagt sie: Künstliche Intelligenz kann die Wirtschaft in den nächsten zehn Jahren viel produktiver machen. Gleichzeitig sieht sie aber eine gefährliche Risikoblindheit an den Finanzmärkten. Aktien grosser US-Tech-Firmen sind viel mehr wert, als ihr Umsatz und Gewinn hergeben. Der Allianz-Anlagechef sagt sogar, die Märkte seien «endgültig auf Blasen-Territorium». Eine Blase ist, wenn Preise stark steigen, obwohl der echte Wert das nicht rechtfertigt – und irgendwann wieder fallen können.
Wer hilft oder warnt? Die BIZ beobachtet die Märkte sehr genau. Schon 2007 hat sie vor der Finanzkrise gewarnt. Heute weist sie darauf hin, dass grosse Cloud-Firmen wie Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft und Oracle 2025 und 2026 zusammen über eine Billion Dollar in KI-Infrastruktur stecken – mehr als sie an Barmitteln und Gewinnen haben. Auch grosse Investoren wie der Versicherer Allianz schlagen Alarm und fordern, Risiken ernster zu nehmen.
