Wirtschaftsforscher sagen: Österreich wird das Ziel, die Schulden stark zu senken, 2028 wahrscheinlich nicht erreichen.
Du hast bestimmt schon einmal gehört, dass ein Land Schulden macht. Österreich leiht sich gerade viel Geld, zum Beispiel für Pensionen, das Gesundheitssystem oder den Klimaschutz. Eine Regel in der EU sagt: Das Defizit – also die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben – darf nicht größer als drei Prozent der Wirtschaftsleistung sein. Die Regierung in Österreich will diese Grenze 2028 wieder einhalten. Aber zwei große Forschungsinstitute, das Wifo und das IHS, glauben: Das klappt wahrscheinlich nicht. Sie erwarten ein höheres Defizit und mehr Schulden.
Es gibt aber Leute, die sich darum kümmern. Finanzminister Markus Marterbauer hat einen Plan vorgestellt, das sogenannte Doppelbudget für 2027 und 2028. Darin steht, wie viel Geld der Staat ausgeben will. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB), der Fiskalrat und Forschungsinstitute prüfen diesen Plan genau und geben Hinweise, was man besser machen könnte. Sie schauen zum Beispiel, ob weniger Geld für Förderungen ausgegeben werden soll und ob öffentliche Gehälter weniger stark an die Inflation angepasst werden.