In den Tiroler Alpen entsteht gerade eine riesige Batterie – nicht aus Akkus, sondern aus Wasser in einem Stausee auf 2.100 Metern Höhe.
Stell dir vor, du hast eine Steckdose und zu viel Strom aus Sonne und Wind. Wohin damit? Genau dafür baut der Tiroler Energieversorger Tiwag das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai II. Anfang Juni hat der neue Speicher zum ersten Mal Wasser bekommen, seit Mitte Juni wird das Becken aktiv gefüllt. Ab August 2026 soll dort der erste Strom fließen, ab Ende 2027 läuft die Anlage dann im Dauerbetrieb.
Was eine Pumpe mit Strom zu tun hat, ist eigentlich ganz einfach: Ist zu viel Strom im Netz, etwa weil die Sonne stark scheint, pumpen riesige Maschinen das Wasser vom Tal wieder den Berg hinauf in den Speicher. So wird die Energie quasi im Wasser gespeichert. Wird dann Strom gebraucht, lässt man das Wasser durch Turbinen ins Tal fließen – und dabei wird Strom erzeugt. Die Anlage kann in weniger als zwei Minuten vom Speichern aufs Erzeugen umschalten. Insgesamt hat Tiwag 1,13 Milliarden Euro investiert.
