In Wien, Linz und Innsbruck wurde am Freitag der neue österreichische Hochleistungsrechner MUSICA offiziell in Betrieb genommen – und er hat sogar einen Quantencomputer dabei.

Du hast bestimmt schon mal davon gehört, dass Computer immer schneller werden. MUSICA ist so ein Rechner – nur eben einer der stärksten, die es in Österreich gibt. Er steht nicht an einem Ort, sondern wurde auf drei Universitäten aufgeteilt: in Wien, in Linz und in Innsbruck. Das macht ihn robuster, weil einzelne Teile auch dann weiterlaufen können, wenn woanders etwas ausfällt.

Die Rechenleistung ist riesig. Sie wird in Petaflops gemessen. Ein Petaflop bedeutet: eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde. MUSICA schafft 45,11 davon – also 45,11 Billiarden Rechenschritte pro Sekunde. Zum Vergleich: Sein Vorgänger, der VSC-5, schaffte nur einen Bruchteil davon.

Das Besondere an MUSICA ist, dass er einen echten Quantencomputer enthält. Der heißt OTTER und steht in Innsbruck. Ein Quantencomputer funktioniert anders als ein normaler PC: Er rechnet mit sogenannten Qubits, die nicht nur 0 oder 1 sein können, sondern beides gleichzeitig – das öffnet völlig neue Rechenwege. OTTER hat bis zu 20 solcher Qubits, die miteinander verschaltet sind, und ist direkt in MUSICA eingebaut.