Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker will, dass das nächste Land möglichst rasch in die EU aufgenommen wird – und sieht Montenegro dafür bereit.

Bei einem Treffen der EVP, der großen christdemokratischen Parteienfamilie in Europa, hat Stocker in Wien gesagt: „Es ist Zeit für den nächsten Beitritt aus der Region." Damit meint er die Westbalkan-Länder, also Staaten wie Montenegro, Bosnien, Serbien oder Nordmazedonien. Montenegro hat laut Stocker die besten Chancen auf einen baldigen EU-Beitritt. Die EVP will in dieser Woche außerdem darüber abstimmen, ob die Partei aus Montenegro, die PES, als Partner in die EVP-Familie aufgenommen wird.

Seine Kollegin, Europaministerin Claudia Bauer, hat ihn dabei unterstützt. Sie findet: Die Erweiterung der EU ist „schon viel zu lange ins Stocken geraten". Ein Erfolg bei Montenegro wäre aus ihrer Sicht ein wichtiges Signal – an die Menschen in der EU und an andere Länder, die gerne beitreten wollen. Bauer hat außerdem gesagt, dass Länder wie Montenegro, die Ukraine und Moldau im Beitrittsprozess fair behandelt werden sollen. Alle Kandidaten sollen die gleichen Chancen bekommen.