Ein ehemaliger österreichischer Bundeskanzler hat bei einem Treffen mit EVP-Politikern gesagt, dass die EU besser auf schwierige Zeiten vorbereitet sein muss.

Wolfgang Schüssel hat bei einem Treffen der EVP – das ist die Europäische Volkspartei, in der viele konservative Parteien aus Europa zusammenarbeiten – eine deutliche Warnung ausgesprochen. Er findet, dass die EU so, wie sie gerade aufgestellt ist, nicht gut mit der heutigen Welt zurechtkommt. Die Welt sei gerade „feindselig", also uns gegenüber nicht immer freundlich, meint er. Deshalb müsse sich die EU verändern, damit sie in Krisen besser reagieren kann. Schüssel hat selbst einmal die Regierung in Österreich geführt und kennt sich daher mit Politik gut aus.

Schüssel hat in seiner Rede auch gesagt: „Wir leben alle in einer Blase." Damit meint er, dass Politikerinnen und Politiker sich manchmal nur untereinander unterhalten und dabei vergessen, wie das Leben der normalen Menschen aussieht. Eine Blase ist also wie eine kleine Welt, in der man nur bestimmte Meinungen hört. Schüssel glaubt, dass die EU-Politiker dadurch den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern verlieren. Er findet das gefährlich, weil Politikerinnen und Politiker dann nicht mehr wissen, was die Menschen wirklich bewegt.