Aleksandar Vucic, der Präsident von Serbien, hat gesagt, dass er bald zurücktritt. Gleichzeitig will er mit seiner Partei wohl bald eine neue Wahl gewinnen.
In Serbien gibt es seit Monaten große Proteste. Auslöser war ein Unglück: Im November 2024 ist in der Stadt Novi Sad ein Dach von einem Bahnhof eingestürzt. Dabei sind 16 Menschen gestorben. Viele Leute werfen der Regierung vor, dass das passieren konnte, weil Bauprojekte schlecht kontrolliert und Korruption verbreitet seien.
Die Proteste haben vor allem Studierende und Lehrende an den Universitäten angefangen. Sie haben Hörsäle besetzt und so Aufmerksamkeit erzeugt. Inzwischen machen viele Menschen im ganzen Land mit: Nach Schätzungen haben vor Kurzem etwa 180.000 Leute in der Hauptstadt Belgrad demonstriert. Bei Kommunalwahlen haben Kandidatinnen und Kandidaten, die von der Studierendenbewegung unterstützt werden, schon erste Erfolge geholt. Eine große gemeinsame Liste für die nächste Parlamentswahl gibt es aber noch nicht.
