Die Gläubigerinnen und Gläubiger des Möbelhauses Interio haben einem Sanierungsplan zugestimmt, damit kann die Kette vorerst weiterlaufen.
Interio ist ein österreichisches Möbelhaus, das seit Längerem in Schwierigkeiten steckt. Am Donnerstag, dem 11. Juni, trafen sich die Gläubigerinnen und Gläubiger am Landesgericht Wiener Neustadt. Dort haben sie einem Sanierungsplan zugestimmt. Das bedeutet: Das Unternehmen bekommt die Chance, seine Schulden über die nächsten zwei Jahre zurückzuzahlen, statt sofort zerschlagen zu werden. 170 Gläubigerinnen und Gläubiger hatten Forderungen in Höhe von 6,164 Millionen Euro angemeldet, wovon 5,230 Millionen Euro anerkannt wurden.
Der Plan sieht vor, dass Interio insgesamt 20 Prozent seiner Schulden zurückzahlt. Das klingt wenig, ist aber deutlich mehr als bei einer Zerschlagung: Dann hätten die Gläubigerinnen und Gläubiger laut Insolvenzverwalterin nur 3 bis 4 Prozent bekommen. Die erste Rate von 5 Prozent muss innerhalb von 14 Tagen nach der gerichtlichen Bestätigung fließen, spätestens aber bis Ende Juli. Weitere Raten folgen nach 8, 19 und 24 Monaten.
