Kunden, die ihr Erspartes im Schließfach hatten, verklagen jetzt ihre Bank, weil beim Einbruch viel gestohlen wurde.

Kurz nach Weihnachten wurde in Gelsenkirchen in eine Sparkasse eingebrochen. Die Täter bohrten ein Loch in eine Wand und brachen mehr als 3.000 Schließfächer auf. Dabei verschwanden Schmuck, Goldmünzen und Bargeld. Insgesamt sind über 3.000 Menschen betroffen. Jetzt starten am Landgericht Essen die ersten Zivilprozesse. Eine Kundin will 391.000 Euro zurück, ein anderer Mann knapp 49.000 Euro.

Viele Betroffene haben sich zusammengetan. Ihr Anwalt Daniel Kuhlmann vertritt nach eigenen Angaben 650 Opfer. Er hat ein Gutachten erstellen lassen, das der Bank schwere Fehler bei der Sicherung vorwirft. Die Sparkasse sagt dagegen, sie habe alles richtig gemacht und der Tresor sei auf dem neuesten Stand der Technik gewesen. Das Gericht will am Donnerstag zuerst prüfen, ob es eine Einigung zwischen beiden Seiten gibt. Wenn das nicht klappt, wird später ein Urteil fallen. Manche Tausendstücke hat die Sparkasse schon an ihre Besitzer zurückgegeben, aber die meisten Fälle sind noch offen.