Vor dem Landgericht Weiden müssen sich ein ehemaliger Entsorgungs-Chef und ein 57-jähriger Tscheche verantworten, weil sie illegal Müll nach Tschechien gebracht und Mitarbeiter mit giftigen Stoffen belastet haben sollen.
Was ist passiert? Ein 53-jähriger Mann war Chef einer Firma, die Müll entsorgen sollte. Er soll mit einem 57-jährigen Tschechen zusammen über Jahre hinweg verbotenerweise Abfall nach Tschechien gefahren haben – insgesamt 600 Tonnen, darunter Teile von Lithium-Ionen-Batterien und Kunststoff mit Glas- oder Carbonfasern. Die Staatsanwaltschaft sagt: Er hat seine Mitarbeiter im Kreis Schwandorf gefährlichen Stoffen wie Nickel, Kobalt und Mangan ausgesetzt. Diese Stoffe können Krebs auslösen.
Wer hilft jetzt? Das Landgericht Weiden prüft, ob sich alle Beteiligten einigen können. Dann würde der Hauptangeklagte ungefähr vier Jahre ins Gefängnis gehen und mindestens 100.000 Euro an den Freistaat Bayern zahlen. Bayern hatte 600.000 Euro ausgegeben, um den Müll aus Tschechien zurückzuholen. Sein Partner würde eine Strafe auf Bewährung bekommen – das bedeutet, er bleibt draußen, muss sich aber an Regeln halten. Aufsichtsbehörden und Ermittler aus Deutschland und Tschechien arbeiten zusammen, damit so etwas nicht wieder passiert.
