Die Sportkette Hervis schließt heuer 17 ihrer 93 Filialen in Österreich, weil sie seit Jahren Verluste macht.

Was ist passiert? Die Sportkette Hervis schließt im Jahr 2026 insgesamt 17 ihrer 93 Filialen in Österreich. Das ist ungefähr ein Fünftel aller Standorte. Betroffen sind Läden in Wien, Bischofshofen, Salzburg Forum, Hallein, Reutte, Kitzbühel, Lienz, Feldkirchen, Deutschlandsberg, Leoben, Liezen, Perg, Steyr, Wels und Linz (Lentia). Im letzten Geschäftsjahr 2024 hat Hervis 43 Millionen Euro Verlust gemacht. Deshalb wurde das Unternehmen im Jänner 2026 vom Konzern Spar an die Firma Quantum Investment Holding GmbH verkauft.

Außerdem wurden im April die 43 Filialen im Ausland an einen unbekannten Investor verkauft. Hervis gehört jetzt also nicht mehr zu Spar, sondern neuen Eigentümern. Die Schließungen passieren nach und nach, weil die Mietverträge unterschiedlich lange laufen.

Wer hilft? Für die rund 100 Beschäftigten, die ihren Job verlieren, gibt es Unterstützung. Hervis hat zusammen mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft einen Sozialplan ausgearbeitet. Ein Sozialplan ist eine Vereinbarung, die regelt, wie die Betroffenen beim Jobwechsel, mit Abfindungen oder anderen Leistungen unterstützt werden.