In Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg machen am Mittwoch viele Haus- und Kinderarztpraxen für Stunden zu, um gegen die Pläne der Bundesregierung zu protestieren.
Was ist passiert? Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will mit einem neuen Gesetz – dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz – dafür sorgen, dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht weiter steigen. Dafür soll bei Arztpraxen, Krankenhäusern und der Pharmaindustrie gespart werden. In Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg protestieren Ärztinnen und Ärzte deshalb am Mittwoch. Dr. Andreas Michel, Chef der Kinder- und Jugendärzte in MV, sagt: "In Greifswald machen alle Kinderärzte mit." Er behandelt in seiner Praxis in der Greifswalder Altstadt rund 2.000 Patienten pro Quartal.
Wer hilft? In MV hat die Krankenhausgesellschaft (KGMV) am Alten Garten in Schwerin eine Aktion aufgebaut – mit Krankenhausbetten und Kartons, auf denen Logos von Kliniken aus der Region stehen. Auch die Kassenärztliche Vereinigung MV unterstützt den Protest. Bundesweit machen Ärztinnen und Ärzte mit, zum Beispiel in Hamburg, wo die Kassenärztliche Vereinigung Praxen zwischen 8.00 und 10.00 Uhr zum Schließen aufgerufen hat. Notfallversorgung gibt es aber weiter: Welche Praxis in deiner Nähe den Notdienst übernimmt, steht auf einem Aushang an der Praxistür.
