Schweizer Krankenkassen haben letztes Jahr rund 200 Millionen Franken für Medikamente wie Wegovy bezahlt – deshalb wird nun diskutiert, ob die Spritzen zu schnell verschrieben werden.

Was ist passiert? In der Schweiz bezahlen alle Leute mit Wohnsitz eine Grundversicherung, die OKP heisst. Im letzten Jahr hat diese Versicherung ungefähr 200 Millionen Franken für Semaglutid-Medikamente ausgegeben. Dazu gehört Wegovy, eine Spritze, die beim Abnehmen hilft. Eine Ärztin oder ein Arzt darf solche Spritzen aber nur verschreiben, wenn jemand einen BMI von 35 hat oder einen BMI von 28 mit zusätzlichen Krankheiten wie Diabetes. Ausserdem muss die Person gleichzeitig mehr Sport machen und ihre Ernährung umstellen.

Wer hilft oder passt auf? Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat gesagt, dass es die Regeln nochmals genau prüft. Es schaut, ob die Spritzen wirklich gut wirken, sinnvoll sind und nicht zu viel kosten. Wenn jemand nach der Anfangsphase nicht genug abnimmt, muss die Therapie gestoppt werden. Eine Ärztegruppe (FMH) hat erklärt, dass Ärztinnen und Ärzte solche Wünsche zwar ernst nehmen, sich aber an klare medizinische Regeln halten müssen. Die Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie (SGED) sagt zudem, dass Übergewicht eine Krankheit ist und man betroffene Menschen nicht ausgrenzen darf.