Der Nationalrat hat am Dienstag entschieden, vorerst nicht über die Verlängerung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Hotels zu diskutieren.
Stell dir vor, du übernachtest in einem Schweizer Hotel und zahlst auf den Preis weniger Steuern als im Restaurant nebenan. Genau das passiert seit 30 Jahren: Auf Übernachtungen und Frühstück im Hotel werden nur 3,8 Prozent Mehrwertsteuer fällig, auf andere Dinge dagegen 8,1 Prozent. Dieser Bonus für die Hotellerie hiess Sondersatz und sollte eigentlich Ende 2027 auslaufen. Jetzt wollte das Parlament darüber reden, ob man ihn noch ein siebtes Mal verlängert. Der Nationalrat hat aber am Dienstag mit klarer Mehrheit gesagt: Nein, darüber wollen wir gar nicht erst diskutieren.
Das sorgt für ziemlich viel Zoff, vor allem in der SVP. Noch vor einem Jahr hat die SVP den Vorstoss der Ständerätin Esther Friedli unterstützt, die den Sondersatz verlängern will. Dieses Mal stimmte aber nur noch die halbe Fraktion dafür, 20 Mitglieder waren dagegen, 12 enthielten sich. Sogar der Parteipräsident Marcel Dettling und der Fraktionschef Thomas Aeschi haben ihre Meinung gewechselt. Begründet wird das offiziell damit, dass die Hotels sich zu wenig gegen Bürokratie wehren würden.
