In einem Wiener Stadtamt stehen Vorgesetzte wegen Vorwürfen von Rassismus und Mobbing am Pranger – eine Expertin erklärt, welche Rechte Beschäftigte haben.
Im Wiener Marktamt soll es über Jahre hinweg Probleme gegeben haben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werfen dem Leiter Andreas Kutheil laut dem Magazin Falter vor, dass er sie schikaniert, rassistisch beleidigt oder sexuell belästigt haben soll. Die Vorwürfe sind mit Notizen und Tonaufnahmen festgehalten worden. Die zuständige Stadtregierung in Wien hat sich bisher kaum dazu geäußert.
Die Arbeitsrechtlerin Katharina Körber-Risak hat den Fall am Mittwochabend in der ORF-Nachrichtensendung ZiB2 besprochen. Sie zeigte sich überrascht, dass weder Betroffene noch die Stadt selbst rechtliche Schritte gesetzt haben. Ihrer Meinung nach muss man Vorwürfe zuerst innerbetrieblich klären, bevor man an die Öffentlichkeit geht.
