Gegen den Chef des Wiener Marktamts, Andreas Kutheil, haben sich 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschwert. Die Stadt prüft die Vorwürfe jetzt offiziell.
Was ist passiert? In der Stadt Wien gibt es schwere Vorwürfe gegen den Leiter des Marktamts. 20 Beschäftigte haben sich zusammengetan und sich bei der Internen Revision der Stadt beschwert. Sie berichten von unfairer Behandlung, respektlosen Sprüchen und einem sehr unangenehmen Vorfall bei einer Weihnachtsfeier im Jahr 2023. Damals soll sich der Chef lautstark darüber aufgeregt haben, dass er ein beleidigendes Wort für Schwarze Menschen nicht mehr sagen darf – direkt neben einer Schwarzen Kollegin.
Wer hilft? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht allein. Es gibt den sogenannten Unabhängigen Bedienstetenschutz (UBSB) der Stadt Wien, an den sich Beschäftigte wenden können, wenn sie Probleme mit Vorgesetzten haben. Außerdem prüft jetzt die Interne Revision, ob die Vorwürfe stimmen. Die zuständige Politikerin Bettina Emmerling von den Neos soll laut einer internen E-Mail schon mit Betroffenen gesprochen haben. Ein Mitarbeiter ist wegen der Belastung im Krankenstand und wird psychologisch behandelt.
