In einem Wiener Stadtbüro werfen 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihrem Vorgesetzten schwere Vergehen vor – die Stadt prüft den Fall jetzt.
Was ist passiert? Eine Wiener Behörde, das sogenannte Marktamt, sorgt für Schlagzeilen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten, dass ihr Chef sie schlecht behandelt. Sie sagen, er hat sexistische, rassistische und gemeine Sachen gesagt. Ein Beispiel: Auf einer Weihnachtsfeier 2023 hat er sich laut darüber beschwert, dass er ein bestimmtes, sehr beleidigendes Wort nicht mehr benutzen darf. Das war eine sehr unangenehme Situation für eine schwarze Kollegin, die daneben stand. Insgesamt 20 Beschäftigte haben sich jetzt schriftlich beschwert.
Wer hilft? Die Stadt Wien lässt den Fall nicht einfach liegen: Die interne Revision – eine eigene Kontrollabteilung – prüft die Vorwürfe. Außerdem gibt es in Wien die UBSB, das ist die Unabhängige Bedienstetenschutzbehörde. Das ist eine Stelle, an die sich Leute aus der Stadtverwaltung wenden können, wenn sie am Arbeitsplatz Probleme haben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich dorthin schon mehrmals gewandt, weil die Stimmung im Büro sehr schlecht gewesen sein soll. Auch eine Vizebürgermeisterin hat laut einem internen Schreiben schon mit Betroffenen geredet.
