Ein 60-jähriger Mann steht in Wien vor Gericht, weil er eine Galeristin jahrelang verfolgt haben soll – ein Psychiater spricht von Liebeswahn.
Was ist passiert? In Wien musste sich ein 60-jähriger Mann vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft sagt, er hat eine Galeristin seit 2023 immer wieder aufgesucht, ihr Nachrichten geschickt und ist sogar in ihre Galerie gekommen, obwohl sie ihn abgewiesen und auf dem Handy blockiert hat. Der Mann sagt, er habe sie kennengelernt, weil ihm die Galerie empfohlen wurde, und er habe sich in sie verliebt. Er habe mit ihr eine Familie gründen wollen, sagt er.
Wer hilft? Eine Psychiaterin oder ein Psychiater und ein Gutachter haben den Mann untersucht. Der psychiatrische Sachverständige Peter Hofmann sagt, der Mann leide unter einem sogenannten Liebeswahn. Das bedeutet: Er ist überzeugt, dass die Frau seine Gefühle erwidert, obwohl das nicht stimmt. Die Gutachter sagen auch, dass dem Mann Krankheitseinsicht fehlt, also dass er nicht erkennt, wie krank er ist. Die Staatsanwaltschaft will deshalb, dass er in einer forensisch-therapeutischen Einrichtung behandelt wird. Das ist eine spezielle psychiatrische Einrichtung für Menschen, die Straftaten begangen haben und krank sind.
