In Salzburg steht ein Anästhesist vor Gericht, weil eine Patientin nach einer Vollnarkose gestorben sein soll. Er sagt: Es tut ihm leid, aber er ist nicht schuld.

Was ist passiert? Im Oktober 2024 sollte eine 55-jährige Frau in einer Zahnarztpraxis am Kiefer operiert werden. Dafür bekam sie eine Vollnarkose. Danach ging es ihr plötzlich sehr schlecht, und sie starb. Die Staatsanwaltschaft sagt: Der Anästhesist hat Fehler gemacht und trägt die Schuld. Er selbst sagt: Er hat alles richtig gemacht und die Frau wiederbelebt. Er hat den Angehörigen gesagt, dass es ihm sehr leidtut. Nun muss ein Gericht entscheiden, ob er schuldig ist.

Wer hilft? In solchen Fällen prüft ein Gericht sehr genau, was passiert ist. Richterinnen und Richter hören Zeugen an, schauen sich medizinische Unterlagen an und klären, ob jemand einen Fehler gemacht hat. Fachleute und Aufsichtsbehörden überlegen außerdem, wie man solche Notfälle in Zukunft noch besser verhindern kann – zum Beispiel durch bessere Geräte und regelmäßiges Üben.

Was kannst du tun? Wenn du selbst einmal eine Operation oder Narkose hast, ist es völlig okay, vorher Fragen zu stellen: Wer betreut mich? Was passiert, wenn etwas schiefgeht? Gibt es einen Notfallplan? Du hast ein Recht auf Aufklärung. Wenn dich der Fall beschäftigt, kannst du mit deinen Eltern, einer Ärztin oder einer Vertrauensperson darüber reden.

Warum ist das für dich wichtig?

Wenn du selbst einmal operiert wirst, zeigt dieser Fall, warum gute Vorbereitung und Notfallpläne in Praxen so wichtig sind – und dass du Fragen stellen darfst.