Ein Wiener Gericht hat eine Frau zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil sie einen Einbruch in die Anwaltskanzlei ihres Mannes erfunden und 75.000 Euro gestohlen haben soll.

Was ist passiert? Die Frau hat laut Urteil gemeinsam mit einer unbekannten Person so getan, als wäre in die Kanzlei ihres Mannes eingebrochen worden. In Wirklichkeit hat sie aber selbst das Geld aus dem Tresor genommen. Erst hat sie zugegeben, dass sie sich die Geschichte ausgedacht hat. Später hat sie ihre Aussage geändert und gesagt, wirklich zwei Männer hätten sie mit einem Messer und einer Schere bedroht. Das Gericht hat ihr diese zweite Version nicht geglaubt.

Wer hilft hier? Das Gericht hat den Fall genau geprüft. Richterinnen und Richter sowie zwei Schöffen – das sind normale Bürger, die bei schwereren Fällen mitentscheiden – haben sich die Beweise angeschaut und die Frau am Ende schuldig gesprochen. Ihr Mann, der Anwalt, wurde freigesprochen, weil man ihm die Tat nicht nachweisen konnte.