Ein Gericht in Wien hat zwei frühere Offiziere des syrischen Assad-Regimes wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

In Wien ist ein grosser Prozess zu Ende gegangen. Zwei Männer, die früher in Syrien für den Geheimdienst gearbeitet haben, wurden schuldig gesprochen. Sie haben in der syrischen Stadt Rakka zwischen 2011 und 2013 Menschen gefoltert, die gegen die Regierung protestiert haben. Das Gericht hat beide zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist noch nicht endgültig, die Männer können also noch Berufung einlegen.

Bei dem Verfahren geht es nicht nur um die beiden Angeklagten. Auch das System hinter den Taten wird vom Gericht klar benannt. Der Richter sprach von «staatlich organisierter, systematischer Folter». Viele Menschenrechtsorganisationen, Anwältinnen und Anwälte haben über Jahre hinweg daran gearbeitet, dass dieser Prozess stattfinden konnte. Eine NGO aus Wien hat zum Beispiel 18 Opfer vertreten und zehn Jahre lang Beweise gesammelt. Das Urteil bedeutet für die Betroffenen, dass ihre Stimmen vor Gericht gehört wurden und sie Schmerzensgeld erhalten.