Nach dem Tod des iranischen Machthabers Khamenei bei einem Angriff im Februar haben in Teheran Millionen Menschen an einer stundenlangen Trauerprozession teilgenommen.

Am Montag wurde der Sarg von Ayatollah Ali Khamenei durch die Straßen von Teheran gefahren. Er war am 28. Februar bei einem US-israelischen Angriff getötet worden. Seine Familie und weitere hochrangige Vertreter der iranischen Führung kamen ebenfalls ums Leben. Der Sarg lag zuvor drei Tage lang in einem riesigen Moscheekomplex aufgebahrt. Staatliche Medien sprachen von Millionen Teilnehmern, unabhängige Beobachter zunächst von Hunderttausenden. Insgesamt rechnen die Behörden mit bis zu 20 Millionen Menschen bei den mehrtägigen Feiern.

Die Trauerfeier zieht in den nächsten Tagen weiter in die Stadt Ghom, wo wichtige schiitische Geistliche beten sollen, und dann nach Mashhad, dem Geburtsort Khameneis. Dort soll er beigesetzt werden. Anschließend wird der Leichnam in den Irak nach Najaf und Kerbala gebracht, zwei weiteren heiligen Städten für schiitische Muslime. Das iranische Regime will mit den Feiern Stärke zeigen. Internationale Gäste kamen nur wenige, vor allem aus Armenien, dem Kaukasus und Zentralasien. Saudi-Arabien schickte eine Delegation, Russland und China kamen nicht.