In Niederösterreich hat die Polizei im ersten Halbjahr 2026 schon über 1.400 Mal ein Betretungsverbot ausgesprochen. Viele Beratungsstellen helfen, damit Gewalt in Familien schneller aufhört.
Was ist passiert? In Niederösterreich hat die Polizei im ersten Halbjahr 2026 mehr als 1.400 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen. Das bedeutet: Eine Person darf einer anderen Person nicht mehr nahekommen und bestimmte Orte nicht betreten – zum Beispiel die Wohnung des Opfers. Meistens geht es um Gewalt in Beziehungen oder Familien. Fachleute sagen, dass 90 Prozent der Gefährder Männer sind. Es gibt also eine große Zahl an Betroffenen, oft Frauen, die auf Schutz angewiesen sind.
Wer hilft? Der Verein Neustart führt in Niederösterreich Gewaltpräventionsberatungen durch und hat im Juni 2026 die 10.000ste Beratung seit dem Jahr 2021 erreicht. Rund 20 Vollzeitkräfte arbeiten in acht Stützpunkten und auch in Kliniken oder Haftanstalten. Sie sprechen mit den ausgesprochenen Gefährdern, klären über Gewalt auf und versuchen, dass die Gewalt aufhört. Auch die Polizei und Beratungsstellen vor Ort stehen Betroffenen zur Seite.
