Ein neuer Bericht des Verfassungsschutzes zeigt: Die Zahl extrem denkender Menschen in Deutschland ist auf einem Rekordhoch, gleichzeitig suchen Extremisten gezielt Kontakt zu Jugendlichen.
Was ist passiert? Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat am Dienstag seinen Jahresbericht für 2025 vorgestellt. Darin steht: Insgesamt werden mehr Menschen in Deutschland als extremistisch eingestuft als je zuvor. Besonders stark gewachsen ist die rechtsextreme Szene, aber auch linksextreme Gruppen werden mehr. Sogenannte "Reichsbürger" leugnen die Bundesrepublik und erkennen den Staat nicht an. Islamistische und ausländische Akteure wie Russland versuchen ebenfalls, die Gesellschaft zu destabilisieren. In Berlin und München gab es 2025 schwere Brandanschläge, unter anderem auf Strommasten und Polizeifahrzeuge.
Wer hilft? Die Sicherheitsbehörden beobachten die Szenen, das Verfassungsamt veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht, um die Bevölkerung zu informieren. Beratungsstellen wie die Bundeszentrale für politische Bildung oder die Initiative "Respekt Coaches" bieten Workshops an Schulen an, in denen junge Menschen lernen, Fake News, Hetze und Radikalisierung im Internet zu erkennen. Auch die Polizei hat in vielen Städten spezielle Ansprechpersonen, an die sich Jugendliche wenden können, wenn sie merken, dass Freundinnen oder Freunde in eine extreme Szene hineingeraten.
