Bei einer großen Abstimmung haben sich Deutschlands Regionalliga-Klubs nicht auf ein gemeinsames Modell für den Aufstieg in die 3. Liga einigen können.
Stell dir vor, dein Verein darf mitentscheiden, wie der deutsche Fußball in Zukunft aussehen soll – genau das ist gerade passiert. Am Montag haben Klubs aus fünf Regionen gleichzeitig abgestimmt: West, Südwest, Bayern, Nord und Nordost. Es ging darum, ob und wie ihre Regionalliga, also die vierthöchste Spielklasse, umgebaut werden soll. Das Ergebnis: Die fünf Regionen haben sich für unterschiedliche Modelle entschieden, deshalb gibt es vorerst keine bundesweite Lösung. Damit eine Reform wirklich kommt, müssen alle fünf Verbände dem gleichen Vorschlag zustimmen – das ist im Moment nicht der Fall.
Zwei Modelle standen besonders im Mittelpunkt. Das Kompassmodell will mit Hilfe eines Computerprogramms die Vereine vor jeder Saison so auf die Staffeln verteilen, dass die Reisen kürzer werden und mehr Derbys gespielt werden. Ursprünglich sollten in jeder Staffel 20 Teams spielen, doch kurz vor der Abstimmung wurde diese Zahl auf 18 verringert. Das zweite Modell heißt Regionenmodell: Die West- und Südwest-Staffel bleiben, wie sie sind, die anderen drei Staffeln werden zu einer Nord/Nordost- und einer Südost-Liga zusammengelegt. Insgesamt hätte die vierte Liga dann nur noch 72 statt 90 Klubs.
