Die Bundesjustizministerin will die Entschädigung für Menschen erhöhen, die zu Unrecht im Gefängnis saßen – von 75 auf 100 Euro pro Tag.

Stell dir vor, du sitzt im Gefängnis und wirst später freigesprochen. Du warst unschuldig – trotzdem hast du Monate oder Jahre deines Lebens verloren. Dafür bekommst du eine Entschädigung, also Geld als Ausgleich. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat jetzt einen Plan vorgestellt, der diesen Ausgleich deutlich erhöht: Statt 75 Euro pro Tag sollen es künftig 100 Euro sein. Wer länger als ein halbes Jahr unschuldig in Haft war, soll sogar 150 Euro pro Tag bekommen.

Außerdem soll sich etwas anderes ändern, das viele ungerecht finden: Bisher wurden Kosten für Essen und das Zimmer im Gefängnis von der Entschädigung abgezogen. Das bedeutet: Wer eingesperrt war, bekam am Ende weniger Geld ausgezahlt, weil er ja im Gefängnis „kostenlos“ wohnte und aß. Hubig sagt: Das ist falsch. Künftig soll das nicht mehr passieren.