Die österreichische Regierung hat das Budget für Frauenfragen deutlich erhöht – 55 Millionen Euro pro Jahr, so viel wie nie zuvor.
Was ist passiert? Das Frauenbudget in Österreich steigt im Doppelbudget 2027/28 auf 55 Millionen Euro pro Jahr. Das sind rund 21 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, also ein Plus von etwa 61 Prozent. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner von der SPÖ hat am Montag erklärt, wohin das Geld fließen soll. „Ein Budget zeigt, was einer Regierung wirklich wichtig ist“, sagte sie.
Das meiste Geld geht an Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Diese Stellen bieten jedes Jahr etwa 200.000 Beratungen an, zum Beispiel bei Gewalt, Diskriminierung oder finanziellen Problemen. Auch die Gewaltschutzzentren, Frauenhäuser und Gewaltambulanzen bekommen mehr Geld, ebenso Projekte gegen digitale Gewalt.
Wer hilft? Es gibt mehrere Anlaufstellen, an die sich Betroffene wenden können. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft und die Gleichbehandlungskommission beraten kostenlos bei Diskriminierung. Die Gewaltschutzzentren und Frauenhäuser helfen Menschen, die Gewalt erleben. Die Opferschutzorganisation ZARA kümmert sich besonders um Fälle von digitaler Gewalt und Rassismus und bekommt dafür jetzt 150.000 Euro pro Jahr aus dem Frauenbudget. Auch das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ wird mit 150.000 Euro unterstützt, um Gewalt in Wohnvierteln vorzubeugen. Außerdem soll bis 2028 ein neuer Frauenbericht erscheinen – der erste seit 2010.
