In Mexiko haben Lehrerinnen und Lehrer das Bildungsministerium gestürmt, weil sie mehr Geld fordern – und das passiert kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft.
Was ist passiert? In Mexiko-Stadt sind am Mittwoch viele wütende Lehrkräfte auf die Straße gegangen. Sie haben das Bildungsministerium gestürmt, also das Gebäude der Behörde, die für Schulen zuständig ist. Dabei haben sie nach Augenzeugenberichten Fensterscheiben eingeschlagen und ein Wachhaus beschädigt. Drinnen brach ein Feuer aus. Schon am Tag davor hatten Demonstranten große Fußballerfiguren im Stadtzentrum umgeworfen und teilweise angezündet. Hintergrund: Die Lehrkräfte finden ihre Löhne zu niedrig. Sie verdienen im Monat etwa 800 Euro brutto. Die Regierung wollte ihnen nur 9 Prozent mehr geben, die Protestierenden fordern aber 100 Prozent mehr Geld.
Wer hilft? Die Präsidentin von Mexiko, Claudia Sheinbaum, hat gesagt, dass die Polizei die Menschen nicht mit Gewalt stoppen soll. Sie will nicht, dass die Regierung in eine „Falle tappt“, wie sie es nannte. Damit meint sie: Sie lässt sich nicht zu hartem Durchgreifen verleiten. Außerdem verhandelt die Regierung mit Teilen der Lehrergewerkschaft über bessere Löhne. Die Fußball-WM beginnt am 11. Juni mit dem Spiel Mexiko gegen Südafrika, und die Regierung rechnet mit etwa fünf Millionen Touristen – deswegen ist es wichtig, dass die Lage ruhig bleibt.
