Vor dem WM-Start 2026 in Mexiko-Stadt haben tausende Dauerkarten-Besitzer vor Gericht ihr Recht auf kostenlosen Eintritt zu fünf Spielen durchgesetzt.

Was ist passiert? Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt gibt es ungefähr 14.000 Menschen, die ganz besondere Plätze haben. Schon in den 1960er-Jahren haben ihre Vorfahren Logen und Einzelsitze gekauft – und zwar so, dass sie bis ins Jahr 2065 kostenlos zu jedem Spiel ins Stadion dürfen. Bei der Fußball-WM 2026 wollten sie deshalb auch das Eröffnungsspiel und vier weitere Partien ohne Ticket sehen. Die FIFA und der Stadionbetreiber Ollamani fanden das gar nicht gut und haben versucht, das zu verhindern – zum Beispiel mit einem Verbot, eigenes Essen mitzubringen, und mit der Drohung, Plätze nicht weiterverkaufen zu dürfen.

Wer hilft den Kartenbesitzern? Die Dauerkarten-Inhaber haben sich in einem Verband namens AMTPP zusammengeschlossen. Sie sind vor Gericht gezogen und haben dort gewonnen: Die Richter haben sowohl das Essensverbot als auch die Drohung mit Stadionverboten zurückgewiesen. Damit bleibt ihr altes Recht auf freien Eintritt zu den fünf WM-Spielen bestehen. Der Stadionbetreiber hat außerdem rund 63 Millionen US-Dollar an die FIFA gezahlt, um die Plätze für die WM freizukaufen.