Vor 37 Jahren wurden Proteste in Peking blutig beendet – und der Jahrestag wird bis heute weltweit diskutiert.
Im Frühling 1989 gingen in Peking, der Hauptstadt Chinas, viele Studierende auf die Straße. Sie wollten mehr Mitsprache und weniger Korruption. In der Nacht zum 4. Juni schickte die Regierung das Militär. Es schlug die Proteste gewaltsam nieder. Hunderte Menschen starben. Bis heute weiß niemand genau, wie viele.
Auch 37 Jahre später gibt es Menschen, die das Gedenken wachhalten. In Taiwan, einer selbstverwalteten Insel, finden jedes Jahr Veranstaltungen statt. In Hongkong versuchen Künstlerinnen und Künstler, mit kleinen Aktionen an die Opfer zu erinnern – zum Beispiel mit einem roten Faden, der 6,4 Meter lang ist, als Symbol für den 4. Juni. Politiker wie Taiwans Präsident Lai Ching-te fordern die chinesische Regierung auf, die Vergangenheit aufzuarbeiten.
Du kannst dich informieren, zum Beispiel über die Hintergründe auf Seiten von unabhängigen Medien oder Menschenrechtsorganisationen. Wenn du in der Schule ein Referat hältst oder mit Freundinnen und Freunden diskutierst, kannst du Quellen vergleichen und kritisch hinterfragen, was du liest. So sorgst du dafür, dass Erinnerung nicht verloren geht.
