In Spanien gibt es gerade viele Ermittlungen wegen Korruption gegen Leute aus der Politik – das bringt den Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in eine schwierige Lage.
Was ist passiert? Gegen mehrere wichtige Personen aus der sozialistischen Partei PSOE und aus der Familie von Premier Sánchez wird ermittelt. Es geht um den Verdacht, dass öffentliche Gelder veruntreut wurden, dass Aufträge gegen Schmiergeld vergeben wurden und dass die Partei illegal Geld bekommen hat. Die Justiz hat sogar die Parteizentrale durchsucht. Sánchez selbst ist nicht angeklagt, aber viele aus seinem Umfeld. Er nennt die Vorwürfe eine politisch motivierte "Schmutzkampagne".
Wer hilft, die Sache aufzuklären? Die spanische Justiz und die Polizei, zum Beispiel die Guardia Civil, gehen den Hinweisen nach. Sie durchsuchen Gebäude, befragen Zeugen und sammeln Beweise. Auch die EU-Kommission beobachtet die Lage genau und hat Spanien schon früher auf Lücken bei der Korruptionsbekämpfung hingewiesen. Organisationen wie die NGO Hay Derecho setzen sich dafür ein, dass Gesetze eingehalten werden und Korruption nicht ungestraft bleibt.
