Nach dem Tod von Ayatollah Ali Chamenei versammeln sich Millionen Menschen in Teheran, doch die Feier ist mehr Politik als Trauer.

Was ist passiert? Am 28. Juni 2026 wurde der Oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, bei Angriffen der USA und Israels getötet. In Teheran zogen am Montag Millionen Menschen mit seinem Sarg durch die Hauptstadt. Die Temperaturen lagen bei rund 40 Grad, doch künstlicher Sprühregen sorgte für Abkühlung. Die Behörden rechnen über die gesamten sechs Trauertage mit bis zu 20 Millionen Teilnehmenden. Auf großen Transparenten standen Parolen wie „Wir werden Trump töten!" und aus Lautsprechern ertönten Rufe wie „Tod Amerika, Tod Israel". Viele Beobachter sagen: Das ist weniger eine Trauerfeier als eine große politische Show des Regimes.

Wer hilft oder vermittelt? Internationale Expertinnen und Experten versuchen, die Lage einzuordnen. Der Nahostexperte Hans-Jakob Schindler erklärt, dass das Regime die Feiern nutzt, um das Vertrauen der Menschen in den Staat wiederherzustellen. Andere Analysten, etwa Vali Vaez von der International Crisis Group, vergleichen die Situation mit China nach dem Tod von Mao. Sie sagen, die neue Führung brauche einen „neuen Gesellschaftsvertrag" mit der Bevölkerung. Auch Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA laufen bereits – es wird über eine mögliche Einigung im Streit um das Atomprogramm gesprochen.

Was kannst du tun? Auch wenn das Thema weit weg erscheint, geht es hier um große Fragen: Wie geht eine Gesellschaft mit Macht und Trauer um? Was passiert, wenn ein Land wirtschaftlich am Boden liegt? Du kannst die Nachrichten weiterverfolgen und mit Freundinnen und Freunden darüber sprechen, wie internationale Politik deinen Alltag beeinflusst – etwa durch Energiepreise oder Migration. Wenn du mehr über die Geschichte des Iran oder das Thema Atomwaffen lernen möchtest, bieten Bibliotheken, Schulen und seriöse Medien wie die BBC oder die „Süddeutsche Zeitung" gute Anlaufstellen.